5 Lebensmittelgruppen - Teil 3 Hülsenfrüchte

Bohnen, Erbsen & Linsen.

Es gibt glaube ich keine Lebensmittel die stärker unterschätzt werden.

Sie sind super für die Verdauung, beugen jegliche Krebsarten vor, beeinflussen auch den Blutzuckerspiegel positiv & helfen uns enorm beim Muskelaufbau. Hülsenfrüchte haben zwischen 8-30g Eiweiß pro 100g,

somit sind sie eine richtig gute Proteinquelle. Die meisten guten Proteinpulver basieren auf Erbseneiweiß, diese sind eine schöne Idee, um Protein mit wenig Volumen zu konsumieren, jedoch ist die ganze Pflanze immer besser. Ganze gegarte Erbsen bringen nicht nur Ballaststoffe, die wichtig sind für ein gutes Darmklima, sondern beinhalten auch viele B Vitamine wie Niacin (E), Pantothensäure (5), Folsäure (9), Ascorbinsäure (C), Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor & Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kupfer & Mangan.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt:

Menschen die Hülsenfrüchte essen leben länger. Wie kann dies sein?

Durch den hohen Anteil entzündungshemmender & Körperfunktion unterstützender Substanzen (Mikronährstoffe, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe) & gleichzeitig geringen Anteil entzündungsfördernder & Körperfunktion einschränkender Substanzen (gesättigte Fettsäuren, Cholesterin, Transfette, Karzinogene) ergibt sich die perfekte Nahrungsgrundlage für ein gesundes langes Leben.

Hülsenfrüchte lassen sich vielseitig einsetzten. Braune Linsen eignen sich super in einer Gemüsesuppe – die Linsen (im besten Fall 2h einweichen) mit dem Gemüse & Kartoffeln garen, sie brauchen ca. 2-4 Minuten.

Du kannst auch Aufstriche aus ihnen machen – koche deine liebsten Bohnen/Linsen/Erbsen, püriere diese mit Zwiebeln, Knoblauch & Gewürzen deiner Wahl, schnibbel etwas frisches Gemüse klein (Tomaten, Paprika, Karotte) & mische es mit Nussmus (Erdnuss, Tahini, Cashew) unter.

Fertig ist dein individueller Brotaufstrich oder Dip.

Wenn du etwas kreativer sein möchtest, mach deine eigenen Burgerpatties, Hülsenfrüchte bieten die beste Grundlage für eine gute Boulette. Zum Andicken verwendest du Haferflocken/mehl oder anderes (Pseudo)Getreide. Verfeinert mit Gewürzen, Knoblauch & Zwiebel, ergibt sich der perfekte Mittelpunkt für deinen Burger.

Hülsenfrüchte werden auhc gerne gekeimt. Dadurch steigt der Nährstoff & Protein Gehalt ennorm. Keimlinge sollten immer gut gewaschen werden vor dem Verzehr, nur dann sind Lektine vollständig abgebaut.

Komplexbildung durch Phytinsäure. Die in Hülsenfrüchten & Getreide enthaltene Phytinsäure kann Komplexe mit Mineralstoffen bilden, wodurch Eisen, Zink & Calcium schlechter bioverfügbar werden.

Durch Einweichen, Keimen & Fermentieren wird Phytase gebildet & somit die Phytinsäure abgebaut.

Um die Gasbildung herab zusetzten ist es sehr zu empfehlen, die Hülsenfrüchte lang genug einzuweichen & zu kochen. Auch Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Koriander & Ingwer unterstützen die Verdauung. Zudem wirkt sich der gleichzeitige Verzehr von Obst zu Hülsenfrüchten schlecht auf die Verdauung aus, iss am besten Obst 30-60 Minuten vor der Mahlzeit mit Hülsenfrüchten. Wenn Hülsenfrüchte neu in deinem Speiseplan sind, ist zu empfehlen die Portionen langsam zu erhöhen. Deine Darmflora muss sich an die neuen Lebensmittel gewöhnen & entsprechende Mikroorganismen bilden.