Weltschmerz & Selbsthass = Magersucht & Depressionen


Im folgenden Text schreibe ich ziemlich offen über Depressionen & Magersucht.

Falls auch du betroffen bist - START TALKING!


Ab dem Zeitpunkt wo wir anfangen drüber zu sprechen wird es besser, versprochen.

Nicht muss gut werden, nur besser.


Mitte des Jahres 2015 lernte ich warum es absolut moralisch nicht vertretbar ist,

tierische Produkte zu konsumieren.

Anfang 2017 beschäftigte ich mich immer tiefer mit der Thematik.

Der Weltschmerz wurde immer schlimmer, ich konnte (& kann) einfach nicht verstehen wie sich die Welt derartig herzzerreißend entwickeln konnte

& vor Allem warum Menschen dieses System immer noch unterstützen.


Ich wollte nicht mehr Teil des ganzen Systems sein, keine Bewohnerin mehr auf diesem Planeten sein.

In dieser Zeit bekam ich gleichzeitig ein Gefühl von Wertlosigkeit & erfuhr sehr wenig Zuneigung & Liebe. Heulen auf höchstem Niveau, ja.

Aber es ist einfach wichtig zu verstehen wo der Selbsthass herkam,

denn er brachte mich dazu mir selbst jahrelang schlimmes Leid anzutun.

Dieser Weltschmerz im Zusammenspiel mit dem Gefühl von Wertlosigkeit

leiteten mich in die bisher tiefste Phase meines Lebens.

Der Selbsthass & die (nicht ganzheitliche) Ernährungslehre aus der Schule zusammen entwickelten in meinem Kopf eine Stimme, welche mir ganz genau sagte wie & was ich zu essen habe,

oder eher nicht zu essen habe weil ich es ja "nicht wert war".

Mit dem Wissen aus der Schule, wusste ich genau welche Lebensmittel ich es "wert war zu essen"

& welche ich nicht essen "durfte". Totale Sklaverei.


Unser Leben ist mehr wert als diese Quälerei.

Ich meine, wofür ist es wert unnötig zu leiden ?

Für eine bestimmte Körperform ? Nein.

Um sich selbst für banale Dinge zu bestrafen ? Nein.

Unser Aussehen macht uns nicht besser oder schlechter.

Unser Körper ist die Hülle unserer Seele & wir sollten auf beide Acht geben & gut behandeln.

Wie kam ich daraus ? Familie. Selbstliebe. Excitement.

"Das Leben ist zu schön um zu hungern" - Heidi, Oma

Familie; Sie gaben mir ein Gefühl von Akzeptanz & ließen mich spüren wie viel ich wert sei.

Wir haben immer zusammen gegessen, ich durfte essen was ich wollte.

Egal was es war, sie haben mich nicht verurteilt.

Genau darum geht es.

Menschen nicht in ihren persönlichen Bereichen zu verurteilen.

Eine Essstörung hat weniger mit dem Essen direkt zutun.

Essen ist das Ventil.
Die Emotionen sind die Ursache.

Selbstliebe; Umgib dich mit Menschen die dir das Gefühl geben du seist es wert.

Sich selbst zu akzeptieren wird uns nicht leicht gemacht.

Wo lernen wir es auch ?

Richtig. Gar nicht.

Es liegt an uns Körper, Geist & Seele zu verbinden.

Sie gehören zusammen & unterstützen sich gegenseitig.



Es bringt einfach nichts sich selbst dermaßen zu quälen.

Jede:r von uns wurde aus einem ganz bestimmten Grund geboren.

Jede:r hat ihren oder seinen Grund hier zu sein.

Jeder:r von uns ist wertvoll & kann eine positive Kraft für sich & für andere sein.

Auch DU!


Wir brauchen Essen. Um zu fühlen,

in alle Richtungen - lebendig, betrübt, glücklich, traurig, überrascht, enttäuscht.

Wir brauchen Essen um zu Denken, Spaß zu haben, unsere Ziele zu erreichen, anderen zu helfen, aktiv für unsere Lieben da zusein, gegen Ungerechtigkeit & Leid zu kämpfen.

Die Entscheidung liegt bei uns.

Entweder wir existieren nur & schütten unsere Gedanken mit Themen zu, welche uns eigentlich nicht interessieren & unsere persönliche Weiterentwicklung kaum fördern.

Oder wir haben Spaß bei allen was wir tun, nehmen nicht Alles ganz zu ernst & lernen jeden Tag neu dazu.


Heute esse ich alles vorauf ich Lust habe, mit Hintergrundwissen zu meinen Intuitionen.

Es ist einfach nicht wichtig wie unser Körper aussieht, solang er sich fit & gesund fühlt.


Wir sollten mit unserem Körper arbeiten, niemals gegen ihn.

Wir können unserem Körper vertrauen, da wir quasi eine Entwicklung von über 2 Millionen Jahren hinter uns haben, unser Körper weiß genau welche Nährstoffe wir wann brauchen.

Indem wir uns mit ein wenig Ernährungswissenschaften beschäftigen, können wir unsere Cravings besser deuten & dem entsprechend handeln.

Es dauert einige Zeit bis wir wissen wer wir sind & was wir wollen.

Wir können einen riesen Spaß auf dieser Reise haben.


Alle Down´s & Up´s bringen uns weiter, sie gehören dazu
- Psychisch wie Physisch.

Egal wie es ausgeht, wir können immer draus lernen & uns selbst besser kennen lernen.

Der Schlüssel ist es sich eigenes Glück zu schaffen

& nicht zu krass von negativen Einflüssen prägen zu lassen.

Umstände haben weniger Bedeutung, unser Mindset entscheidet wie wir mit Situationen umgehen.

Wichtig ist vor allem, nicht zu verzweifeln, sich Pausen zu nehmen & nach Hilfe zu Fragen,

egal in welcher Lebensphase oder mit welchen Dingen wir zu kämpfen haben.


Unsere Lebenszeit ist begrenzt & wenn wir schonmal hier sind können wir sie auch genießen

& schön gestalten.

Sich selbst zu zerstören ist verschwendete Lebenszeit.